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Schlaffseilschalter

Für eine große Anzahl von Industrietoren ist das Erschlaffen der Tragmittel wie Tragseile oder Drahtseile, besonders an Sektionaltoren, zu verhindern.

Dieses wird in der Regel durch geeignete Schlaffseilschalter oder Schlaffseilsicherungen, wie sie in den Ersatzteilen der www.torteile-online.de zu finden sind, überwacht.

Für die Ausführung und Anbringung von Schlaffseilschaltern oder -sicherungen ist hier das Regelwerk der aktuellen Arbeitsstättenregel ASR A 1.7 „Türen und Tore“ sowie der Normen DIN 12604 und DIN 12453 maßgebend,
in denen die Wirkungsweise vorgeschrieben ist. 

Schlaffseilschalter oder Schlaffseilsicherungen haben die Funktion die Tragmittel, bestehend aus einem Tragseil oder auch Drahtseil, beim Erschlaffen zu überwachen und den am Tor angebrachten Torantrieb abzuschalten.
Es gibt unterschiedliche Ausführungen der Schlaffseilschalter oder Schlaffseilsicherungen wie z.B. Schalter mit Befestigungen an den Bodenkonsolen oder auch als Wand- oder Zargenbefestigung in der Nähe der Seiltrommeln im Sturzbereich. 

Bei Sektionaltoren kann eine Schlaffseilbildung während der Schließbewegung des Torflügels entstehen, besonders bei Beginn der Zufahrt, wenn sich der Torflügel noch in der waagerechten Position befindet.
Beim Anfahren des Torantriebes kann es vorkommen, dass das Torblatt noch nicht genügend Anschub für die Abwärtsbewegung bekommt und erst zeitverzögert gegenüber dem Torantrieb reagiert. 

So kann es vorkommen, dass der Sektionaltorantrieb, und damit verbunden die Torwelle, eine Zeit lang leer läuft und so ein erschlaffen der Tragseile oder Tragmitteln auftreten kann.
Eine weitere Möglichkeit ist auch das Blockieren des Torflügels bei der Zufahrt, durch Beschädigung des Torflügels oder durch Gegenstände, die sich im Bereich der Laufschienen, des Zargenbereichs oder dem freien Lauf des Torblattes bei der Zufahrt befinden. 

Für eine ausreichende sicherheitsgerechte Installation ist mindestens 1 Schlaffseilschalter je Tragmittel oder Tragseil erforderlich.

Zu Beginn der Schließbewegung eines Sektionaltores mit Normalumlenkungs- oder Niedrigsturzbeschlag hat das Torblatt noch nicht die benötigte Eigenenergie zur ausreichenden Beschleunigung für die Zufahrt. Durch die waagerechte Parkposition des Torblattes ruht der größte Teil des Torblattgewichtes auf den horizontalen Laufschienen. Nur noch ein geringer Teil des Gewichtes hängt am Tragseilsystem, welches über Seiltrommeln mit dem Torantrieb verbunden ist. Sollte der Torantrieb nun die Seiltrommeln in eine Abwärtsbewegung drehen, wird nicht zwangsläufig das Torblatt, welches über die Tragseile direkt mit der angetriebenen Seiltrommel verbunden ist , in Bewegung gesetzt. Vielmehr wird das Torblatt durch die jetzt freiwerdende Schwerkraft, die sich in der Bodensektion befindet und gegebenenfalls mittels der Federpuffer, die sich am Ende der horizontalen Laufschienen befinden, in Abwärtsbewegung gesetzt.
Sollte nunmehr die Beschleunigungsdrehzahl an der Seiltrommel nicht mit dem Beschleunigungsmoment des Torblattes übereinstimmen, kann es zur Schlaffseilbildung kommen. Dabei kann das Tragseil von den Seiltrommeln abspringen. Dies führt in der Folge zum verkannten des Torblattes oder im schlimmsten Fall zum Absturz der Toranlage. Durch Verwendung unterschiedlicher Schlaffseilschalter wird stets die Spannung der Tragseile geprüft und im Fall der Schlaffseilbildung, solange bis das Tragseil wieder die entsprechende Spannung aufweist, die Kraftquelle abgeschaltet

Eine weitere Ursache für eine Schlaffseilbildung kann das Blockieren des Torblattes bei der Zubewegung sein. Dies kann geschehen, wenn die Laufrollen in den Laufschienen am freien Lauf gehindert werden oder das Torblatt durch andere Ursachen an der Zubewegung gehindert wird. Auch in diesen Fall würden Schlaffseilschalter den Torantrieb bei Schlaffseilbildung abschalten und dem Abstürzen des Torblattes vorbeugen.

Bei den Torherstellern gibt es unterschiedliche Ausführungen von Schlaffseilschaltern. Es gibt Schlaffseilschalter mit Rollenhebel, welche im unmittelbaren Bereich der Seiltrommel das Tragseil und damit die Position abfragen, andere werden direkt am Ende des Tragseiles angebracht und wiederum andere werden am Bodenbeschlag montiert. Eine eher seltene Lösung ist die Verwendung von Näherungsschaltern als Schlaffseilschalter, die nur in Verbindung mit Nachweis und Prüfung über das Schaltvermögen durch den Hersteller eingesetzt werden dürfen. Es werden immer alle relevanten Tragseile auf Schlaffseilbildung überwacht. In Ausnahmen können Tore auch mit nur einem Schlaffseilschalter betrieben werden (Entscheidung des EK TuT, 2003), dies könnte zum Beispiel bei einer Torbreite <3000mm sein. Weitere Möglichkeiten für den Betrieb mit nur einem Schlaffseilschalter ist ein Nachweis über ausreichende Biegesteifigkeit des Torblattes und der Zargenkonstruktion oder das Verhindern eines Tragseilabsprunges von einer nicht abgesicherten Seiltrommel.

Fazit: Schlaffseilschalter sind ein wichtiger Schutz um Schlaffseilbildung zu verhindern. Dies geschieht an allen Beschlagsarten wie Höherführungsbeschlag, Dachfolgebeschlag, Vertikalbeschlag, Dockausführung und dem bereits erwähnten Normalumlenkunsbeschlag sowie Niedrigsturzbeschlag. Diese Sicherungseinrichtungen werden in der jährlichen Prüfung für kraftbetätigte Türen und Tore gemäß ASR 1.7 a (füher BG 323 oder ZH 1-494) kontrolliert.


Quelle: Thomas Hesse, Rietberg

 
 
 

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